Chinesische Arznei-therapie
Die chinesische Arzneitherapie gehört zu den wichtigsten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Im Unterschied zur Akupunktur, die über Reize von außen wirkt, entfalten Arzneimittel ihre Wirkung über die Aufnahme im Körper und können dadurch verschiedene Funktionsprozesse gezielt unterstützen.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Arzneimittel nicht allein nach einzelnen Symptomen ausgewählt. Entscheidend ist das individuelle Funktionsmuster, das im Rahmen der TCM-Diagnose erkannt wird.
Auf dieser Grundlage werden passende Rezepturen zusammengestellt und im Verlauf der Behandlung bei Bedarf angepasst.
Was ist chinesische Arzneitherapie?
Die chinesische Arzneitherapie gehört seit Jahrhunderten zu den zentralen Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Die verwendeten Rezepturen bestehen aus verschiedenen natürlichen Arzneistoffen. Dazu gehören pflanzliche Bestandteile, mineralische Substanzen sowie in einzelnen Fällen auch tierische Bestandteile.
Diese werden gezielt miteinander kombiniert, sodass sich ihre Wirkungen ergänzen und ein ausgewogenes therapeutisches Gesamtbild entsteht.
In der Schweiz unterliegen die verwendeten Arzneimittel strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Herkunft, Verarbeitung und Reinheit werden nach klar definierten Standards kontrolliert.


Einsatz innerhalb der Behandlung
In meiner Praxis wird die chinesische Arzneitherapie häufig ergänzend zur Akupunktur eingesetzt.
Während die Akupunktur regulierend über Reize im Körper wirkt, kann die Arzneitherapie die Behandlung zusätzlich von innen unterstützen und den therapeutischen Prozess zwischen den Sitzungen begleiten.
Gerade bei funktionellen Ungleichgewichten oder länger bestehenden Beschwerden kann diese Kombination eine sinnvolle Ergänzung sein.
Welche Therapieformen eingesetzt werden, richtet sich immer nach der individuellen Diagnose und der jeweiligen Situation.
Individuelle Rezepturen
Ein zentraler Unterschied zur westlichen Medizin besteht darin, dass chinesische Arzneimittel nicht nach einzelnen Krankheiten ausgewählt werden.
Stattdessen wird zunächst das zugrunde liegende Funktionsmuster des Körpers bestimmt.
Auf dieser Grundlage wird eine individuell abgestimmte Rezeptur zusammengestellt. Diese kann im Verlauf der Behandlung angepasst werden, wenn sich das Muster verändert.
Die Arzneimittel werden häufig als Granulat, Tabletten oder als Dekokt (Abkochung) eingenommen. Die genaue Anwendung wird im Rahmen der Behandlung individuell erklärt.

Häufige Fragen zur chinesischen Arzneitherapie
Sind chinesische Arzneimittel sicher?
Die in der Schweiz verwendeten Arzneimittel unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Herkunft, Verarbeitung und Reinheit werden nach klar definierten Standards überprüft.
Die eingesetzten Substanzen stammen von spezialisierten Herstellern und werden nach pharmakologischen Richtlinien kontrolliert. Dadurch kann eine hohe Qualität und Sicherheit gewährleistet werden.
Die Auswahl der Rezepturen erfolgt immer individuell und auf Grundlage der diagnostischen Einschätzung innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Wie werden die Arzneimittel eingenommen?
Die Rezepturen können in unterschiedlichen Formen eingenommen werden. Häufig werden sie als Granulat, Tabletten oder als flüssige bzw. hydrophile Extrakte verabreicht.
Die traditionelle Form der Einnahme ist das sogenannte Dekokt, bei dem die Kräuter über einen längeren Zeitraum ausgekocht werden. Diese Zubereitungsart gilt als besonders ursprünglich, ist im Alltag jedoch oft mit einem höheren Aufwand verbunden.
Hydrophile Extrakte kommen der traditionellen Dekoktform in ihrer Wirkweise am nächsten, sind jedoch deutlich einfacher in der Anwendung.
Granulate oder Tabletten lassen sich ebenfalls gut in den Alltag integrieren und werden deshalb heute häufig verwendet.
Welche Form der Einnahme sinnvoll ist, wird individuell besprochen und an die jeweilige Situation angepasst.
Wie lange dauert eine Behandlung mit chinesischen Arzneimitteln?
Die Dauer der Einnahme hängt vom Beschwerdebild und vom diagnostischen Muster ab.
Bei akuten Beschwerden kann die Einnahme über einen kürzeren Zeitraum erfolgen. Bei länger bestehenden oder chronischen Beschwerden kann eine Einnahme über mehrere Wochen sinnvoll sein, um die Regulation des Körpers gezielt zu unterstützen.
Während der Behandlung wird der Verlauf regelmäßig überprüft. Bei Bedarf kann die Zusammensetzung der Rezeptur angepasst werden, wenn sich das diagnostische Muster verändert.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Viele Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für Behandlungen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Voraussetzung ist in der Regel eine entsprechende Anerkennung des Therapeuten.
Ich bin beim EMR (ErfahrungsMedizinisches Register) anerkannt. Ob und in welchem Umfang Ihre Zusatzversicherung die Kosten übernimmt, klären Sie am besten direkt mit Ihrer Krankenkasse.
